Lasertherapie
Laser ist nicht gleich Laser!
Es gibt verschiedene Laserverfahren für ganz unterschiedliche Erkrankungen und Einsatzbereiche. Frau Dr. Sandra Winter-Buerke führt folgende Laserbehandlungen durch:
1. Therapie mit einem Argonlaser (Prinzip der Photokoagulation)
Bei der Behandlung mit dem Argon-Laser wird das Gewebe der Netzhaut durch das Laserlicht für einen ganz kurzen Zeitraum überwärmt, wodurch sich innerhalb von einigen Tagen bis Wochen eine Netzhautnarbe ausbildet.
Die Behandlung ist nicht schmerzhaft und wird an einer so genannten Spaltlampe durchgeführt. Bei der Behandlung setzt der Arzt ein Kontaktglas auf das Auge, durch das der Zielstrahl in das Auge gelenkt wird. Die Behandlung dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten.
Bei folgenden Erkrankungen kann eine Argonlaser-Therapie sinnvoll sein:
1. Diabetische Retinopathie
Bei Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 1 und 2 kann es zu Augenveränderungen kommen, die das Sehen gefährden.
Grundsätzlich sollte jeder Diabetiker nach der Diagnosestellung den Augenarzt aufsuchen und eine Untersuchung des Augenhintergrundes mit weit getropfter Pupille durchführen lassen. In Abhängigkeit von dem Befund werden jährliche Kontrollen oder häufigere Kontrollen empfohlen. Es gibt bestimmte diabetische Veränderungen, bei denen eine Lasertherapie der Netzhaut sinnvoll ist, um ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
2. Venenverschlüsse
Nach Venenverschlüssen oder anderen Netzhauterkrankungen kann es aufgrund eines Sauerstoffmangels am Auge zu einer Bildung von krankhaften Gefäßen kommen, die das Augenlicht bedrohen und zu einer Erblindung führen können.
Durch eine rechtzeitige Lasertherapie werden Teile der an Sauerstoff unterversorgten Netzhautbereiche in Narbengewebe umgewandelt und damit das krankhafte Gefäßwachstum gestoppt.
3. Netzhautlochbildung
Das Ziel der Lasertherapie besteht darin, das Netzhautloch mit vielen kleinen Laserherden abzuriegeln, so dass es nicht zu einer Netzhautablösung an dieser Stelle kommen kann.
Ein Netzhautloch tritt zum Beispiel gehäuft bei kurzsichtigen Menschen, nach Augenverletzungen oder nach Operationen am Auge (wie z. B. der Operation am Grauen Star) auf.
Das Netzhautloch kann zufällig entdeckt werden, wenn der Augenarzt die Netzhaut bei weit getropfter Pupille untersucht.
Eine Netzhautlochbildung kann jedoch auch mit Beschwerden verbunden sein, die in Form von Blitzen, Funken oder Russregen auftreten. Treten solche Symptome auf, sollte man unmittelbar den Augenarzt zur genauen Netzhautuntersuchung aufsuchen.
2. Therapie mit einem YAG-Laser (Prinzip der Photodisruption)
Das Prinzip dieser Lasertechnik bezeichnet man als „Photodisruption“, d.h. das Gewebe zerreißt mittels Laserlicht. Die Lasertherapie wird ohne Betäubung und absolut schmerzfrei bei erweiterter Pupille an der so genannten Spaltlampe durchgeführt.
Bei folgenden Erkrankungen kann eine YAG-Laser-Therapie sinnvoll sein:
1. Nachstar-Bildung als Folge einer Operation am Grauen Star
Bei der Operation am Grauen Star wird die eingetrübte Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Der Chirurg entfernt dabei nicht die gesamte Linse, sondern die äußere Hülle der ursprünglichen Linse bleibt erhalten. Sie dient als Kapselsack, in der die künstliche Linse hinein geschoben wird.
Trübt diese Linsenkapsel im Anschluss an die Operation ein, so nennt man dies Kapselfibrose oder Nachstar. Die dünne Zellschicht kann mit dem YAG-Lasers leicht eröffnet werden.
2. Engwinkelglaukom
Ist die Vorderkammer des Auges sehr flach, so kann ein Glaukomanfall mit einem starken Anstieg des Augeninnendrucks auftreten. Zur Vorbeugung oder Behandlung eines Glaukomanfalls kann mit dem YAG-Laser ein kleines Loch in die Regenbogenhaut (Iris) gelasert werden.
Bitte beachten Sie, dass Sie im Anschluss an eine Lasertherapie auf Grund der Pupillenerweiterung für 3 bis 4 Stunden kein Fahrzeug führen dürfen.
Bei folgender Lasertherapie können wir Sie beraten:
Excimer-Laser-Therapie zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit
Wenn Sie Fragen zur Laserkorrektur Ihrer Kurz- oder Weitsichtigkeit haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung mit dem Excimer-Laser.
Sollte eine Laserbehandlung der Hornhaut zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit bei Ihnen sinnvoll sein, können wir Ihnen erfahrene Laser-Chirurgen empfehlen.
Für die medizinische Behandlung unmittelbar im Anschluss an eine Excimer-Laser-Therapie stehen wir Ihnen gerne wieder zur Verfügung.
